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Wildschadenklausel

verfasst am 1.3.2016

Welchen Schaden übernimmt Ihre Teilkaskoversicherung bei einem Zusammenstoß mit einem Wildtier?

Früher waren in der Teilkaskoversicherung  regelmäßig nur Zusammenstöße mit Haarwild versichert. Mittlerweile erstrecken sich die meisten Versicherungsbedingungen auch auf Zusammenstöße mit Tieren aller Art (Beschränkung auf Haarwild z.B. noch in einigen Basistarifen).
 

Das OLG München hat sich in seinem Urteil v. 24.7.15 – 10 U 3566/14 mit den nachfolgenden Punkten beschäftigt:

1. Dem Versicherungsnehmer können Beweiserleichterungen zu Gute kommen, wenn die Fahrzeugversicherung durch Beweisvereitelung die Beweisführung schuldhaft erschwert, bis hin zur Beweislastumkehr.


2. Die Wildschadenklausel ist nicht nur auf Schäden begrenzt, die unmittelbar durch den Aufprall mit dem Wild entstehen, sondern umfasst auch solche Schäden, die infolge eines Ausweichmanövers nach der Kollision mit dem Wild entstehen.

Anlass für dieses Urteil war der nachfolgende Sachverhalt:

Der Kläger kollidierte mit einem Fuchs, der später in unmittelbarer Nähe der Unfallstelle tot aufgefunden wurde. Der Teilkaskoversicherung des Klägers lagen sowohl Haarproben des toten Fuchses, als auch Haarproben vom Fahrzeug des Klägers vor. Diese Haarproben wollte die Versicherung jedoch nicht während des Prozesses herausgeben. Die Versicherung hat sogar bestritten, dass es zu einer Kollision mit dem Fuchs gekommen ist. In diesem Verhalten hat das Gericht eine Beweisvereitelung gesehen.

Wenn Sie rechtliche Unterstützung bei einem Wildunfall oder bei der Regulierung eines Verkehrsunfalls benötigen, stehen wir Ihnen gerne zur Seite.
 
Ihre Ansprechpartnerin im Verkehrsrecht,

Rechtsanwältin Daniela Pergola

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