Büro Bühl
+49 (0) 7223 - 94910
Büro Berlin
+49 (0) 30 - 679 665 434

Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung

verfasst am 07.07.2014

Immer mehr Menschen möchten für den Fall, dass sie alters- oder krankheitsbedingt nicht mehr in der Lage sind, selbst Eintscheidungen zu treffen, einer Person ihres Vertrauens Generalvollmacht erteilen bzw. und/oder eine Patientenverfügung erstellen, um eine vom Gericht veranlasste Betreuung zu vermeiden.

Um eine Missbrauchsgefahr durch den Bevollmächtigten zu minimieren, sollten einige Punkte beachtet werden, z.B. ab wann und bis wann die Vollmacht Geltung haben soll (Geltungsdauer).

Das OLG München hat z.B. jüngst in seiner Entscheidung vom 7.7.2014 - 34Wx 265/14 darauf hingewiesen, dass bei einer "Altersvorsorgevollmacht, die für den Fall der Betreuungsbedürftigkeit den Umfang der Vertretungsmacht festlegt, davon auszugehen ist, dass sie mit dem Tod des Vollmachtgebers auch für den Bereich der Vermögensverwaltung erlischt". Möchte allerdings jemand, dass sich der Bevollmächtigte nach dem Tod auch um Dinge wie die Beerdigung, Auflösung der Wohnung etc. kümmert, anstelle der Erben, so muss die Vollmacht mit einem Zusatz versehen werden, dass diese über den Tod hinaus gelten soll.

Aufgrund der weitreichenden Folgen einer solchen Vollmacht, sollten Sie nicht einfach irgendeinen Vordruck ausfüllen, sondern sich ggf. beraten lassen und Gedanken machen, ob der Vordruck Ihrer individuellen Situation gerecht wird.

Ihre Daniela Pergola
Rechtsanwältin

Aktuelles

vom: 22.03.2021

Kein Urlaubsanspruch während Kurzarbeit

Das Landesarbeitsgericht Düsseldorf hat im Urteil vom 12. März 2021 (Az. 6 Sa 824/20) entschieden, dass für die Zeit, während ... weiterlesen

FACEBOOK